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UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin

Mit Beginn des Holozäns vor etwa 10.000 Jahren änderten sich die klimatischen Verhältnisse derart, dass sich eine flächendeckende Vegetation und Wald in Mitteleuropa ausbilden konnten. Dieser kontinuierlich wachsende Wald veränderte seinen Vegetationsbestand entsprechend der sich über die Jahrtausende herrschenden Klimaverhältnisse. So war etwa von 9.000 bis 8.000 Jahren vor heute die Haselnuss die vorherrschende Baumart in Mitteleuropa, welche in Vergesellschaftung mit anderen Baumarten, etwa der Kiefer, Waldbestände bildete. Es folgten Zeitabschnitte mit flächenhaften Eichen-/Ulmenwäldern und schließlich mit dem Einzug eines feuchteren Klimas die Ausbreitung der Buche in weiten Teilen Mitteleuropas. 

 

Das zusammenhängende Buchenwaldgebiet, welches den Status eines UNESCO-Weltnaturerbes besitzt, befindet sich mit einem Großteil seiner Fläche auf der Endmoräne des Pommerschen Hauptvorstoßes nördlich von Groß-Ziethen und somit im Kerngebiet des Geoparks. Es ist ein Reliktgebiet der ursprünglich bis in das frühe Mittelalter weit verbreiteten Buchenwälder Mitteleuropas und stellt eines der größten noch zusammenhängenden Tiefland-Buchenwälder weltweit dar. Neben der Seltenheit zusammenhängender, nahezu unberührter und urwaldartiger Buchenwälder in Europa war gerade die Lage des Buchenwaldes auf einer Endmoräne mit außergewöhnlichen Oberflächenrelief, das mit engen Talungen und steilen Höhenzügen einem Mittelgebirgscharakter gleich kommt, Anlass für die Aufnahme in das Weltnaturerbe.

 

Moore, Wasserlöcher und Seen sind eng mit dem Waldbestand verzahnt und bieten einen einzigartigen Lebensraum für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten.

 

Im Besucher- und Informationszentrum des Geoparks in Groß-Ziethen ist zu diesem Wald eine gesonderte Ausstellung zu sehen.

 

Auch im Bereich des Klosters Chorin ist die Endmoräne mit üppigem Wald bestanden (Geotop – Gletschertor Chorin). Gerade auf Endmoränenzügen konnten sich aufgrund der schlechten Zugänglichkeit für die Landwirtschaft Reste ursprünglich weit verbreiteter Waldtypen erhalten.

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