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Idee und Geschichte

Vor etwa 15.000 Jahren (zur Weichselkaltzeit) formten die Kräfte von Gletschereis, Schmelzwasser und Wind im Nordosten des Landes Brandenburg eine geologisch und botanisch interessante Landschaft. Sie wird geprägt durch die charakteristische Moränenlandschaft. Durch die Bewahrung der einzigartigen Naturschätze dieser Region konnte eine Kulturlandschaft erhalten werden, die ihresgleichen in Nordostbrandenburg sucht. Darin wird das Alleinstellungsmerkmal im Gebiet des Geoparks begründet. Seit dem Jahr 2002 versuchen die Gemeinden und die Stadt Joachimsthal im Amtsbereich Joachimsthal (Schorfheide), die Interkommunale Arbeitsgemeinschaft für Tourismus und die Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der Märkischen Eiszeitstraße e.V. die Naturschätze dieser Landschaft für die Bewohner der Region und ihre Besucher noch erlebbarer zu gestalten und damit auch wirtschaftlichen Aspekten Rechnung zu tragen. Dem Gedanken folgend, dass derjenige, der die faszinierende Welt der Geologie kennen lernen und verstehen will, sie auch bewusst erleben muss, ist eine Konzeption entstanden, die den Aufbau eines Geoparks zum Ziel hat. In diesem Geopark finden wir die Zeugen der Erdentwicklung und das Wirken der dort lebenden Menschen. Die Gemeinden schufen Sehenswürdigkeiten, die zum Verweilen einladen, welche die Kultur- und Siedlungsgeschichte darstellen. Die Arbeitsgruppe Gletschertor erarbeitete mit Unterstützung von Wissenschaftlern und Planern 2005 die Detailkonzeption für das geologische Kerngebiet. Dieses touristische Entwicklungskonzept beschreibt die bestehenden und geplanten Landmarken in dieser Region, hebt die Alleinstellungsmerkmale hervor und bildet die Arbeitsgrundlage.

 

Treffen mit polnischen Partnern Solitärbaum, Foto: I. Richter


Von Dezember 2005 bis Dezember 2012 übernahm der europäische Regionale Förderverein e.V. die Trägerschaft des Geoparks Eiszeitland am Oderrand. Der Geopark war ein fachlich und organisatorisch selbstständiger Teil innerhalb des Regionalen Fördervereins. Da die Grenzen des Geoparks nach Polen ausgeweitet werden sollen, wurde Kontakt zu polnischen Wissenschaftlern und Kommunalpolitikern aufgenommen. Es wurde deutlich, dass das Projekt Geopark auch auf polnischer Seite großes Interesse hervorruft. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird inhaltlich und organisatorisch im Sinne der Alfred-Wegener-Stiftung und der POMERANIA gestaltet.


Im September 2006 wurde der Antrag zur Anerkennung als Nationaler Geopark vor der Expertenkommission der Alfred-Wegener-Stiftung in Clausthal-Zellerfeld verteidigt. Mit der Verleihung des Titels wurden die langjährige Arbeit und die Bemühungen der daran beteiligten Akteure gewürdigt und zum erfolgreichen Abschluss gebracht. Der Verleihung des Titels war eine Präsentation des Geoparks Eiszeitland am Oderrand und eine anschließende Diskussion vorausgegangen, in der die Expertenkommission in beeindruckender Weise überzeugt wurde.

 

Im feierlichen Rahmen wurde in der Vertretung des Landes Brandenburg in Berlin am 09.07.2007 die Anerkennungsurkunde überreicht.

 

Im April 2013 gründete sich der Verein Geopark Eiszeitland am Oderrand e.V. welcher nun Rechsträger des Nationalen GeoParks Eiszeitland am Oderrand ist.

 

Steine in der Landschaft, Foto: I. Richter Gäste aus Moryn (Polen) in Joachimsthal

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