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Großschutzgebiete

Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
Gegründet wurde das Großschutzgebiet 1990 im Land Brandenburg. Mit je 45% seiner Fläche liegt es in den Landkreisen Uckermark und Barnim. Die restlichen Flächen befinden sich in den Landkreisen Märkisch Oderland und Oberhavel. Mit ca. 1300 km2 gehört das Biosphärenreservat zu den größten Schutzgebieten Deutschlands und ist etwa 1,5 mal so groß wie das Land Berlin. Die Hälfte der Landschaft ist von Wald bedeckt. Hier findet man die größten zusammenhängenden Tiefland-Buchenwälder Mitteleuropas. Die vielen Waldseen und Moore machen diese Wälder zu etwas Besonderem. Am 25. Juni 2011 entschied das Welterbekomitee der UNESCO auf seiner 35. Sitzung in Paris die „Alten Buchenwälder Deutschlands“ in die Liste des Welterbes aufzunehmen. Zusammen mit dem Buchenwald Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gehören nun Buchenwälder im Nationalpark Jasmund, dem Müritz-Nationalpark, dem Nationalpark Hainich und dem Nationalpark Kellerwald-Edersee gemeinsam mit dem seit 2007 bestehenden UNESCO-Weltnaturerbe Buchenurwälder der Karpaten zu einer gemeinsamen Weltnaturerbestätte. Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sind die mehr als 240 Seen mit Wasserflächen von über einem Hektar und Tausende von Feldsöllen, Kleingewässern und Mooren die Heimat vieler, zum Teil seltener, Tiere. Etwa 30.000 Menschen leben im Biosphärenreservat. Das sind 23 Einwohner pro km2 und damit ist dies eines der am dünnsten besiedelten Gebiete Deutschlands. Mit seinen kulturhistorischen Klöstern, alten Städten und Dörfern, seinen unbegrenzten Wander- und Bademöglichkeiten ist das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin eine ideale Gegend für den naturverbundenen und Ruhe suchenden Urlauber.

 

Kontakt:

Biosphärenreservat Schorfheide–Chorin
Hoher Steinweg 5–6
16278 Angermünde
Tel.: +49 (0) 03331-36540
Email:
www.schorfheide-chorin.de

 


Nationalpark Unteres Odertal
Der Nationalpark Unteres Odertal wurde 1995 per Gesetz gegründet und erstreckt sich im Nordosten Brandenburgs entlang der Oder-Flußaue über eine Fläche von 105 km2. Er ist Brandenburgs einziger Nationalpark und auch der einzige deutsche Flußauen-Nationalpark. Zwei benachbarte polnische Landschaftsschutzparke bilden mit dem Großschutzgebiet eine naturräumliche Einheit, durch deren Mitte die Oder fließt. Die großflächige Fluss-Auenlandschaft ist Lebensraum für viele seltene oder geschützte Pflanzen und Tiere. Auf den regelmäßig überschwemmten Wiesen rasten große Schwärme von Zugvögeln. Auf einigen besonders zerklüfteten Hängen haben sich bis heute Reste der ursprünglichen Wälder erhalten. Andere Bereiche sind aufgrund jahrhundertlanger Beweidung heute Trockenrasen. Für Besucher ist der Nationalpark in ganzer Länge am besten mit dem Fahrrad oder zu Fuß erlebbar. Aber auch Skater kommen auf den befestigten Deichwegen auf ihre Kosten.

 

Kontakt:

Nationalparkverwaltung Unteres Odertal
Park 2
16303 Schwedt OT Criewen
Tel.: +49 (0) 3332–2677-0
Email:
www.nationalpark-unteres-odertal.de

 


 

Naturpark Uckermärkische Seen
Der Naturpark ist ein 897 Quadratkilometer großes Gebiet, das von den Städten Prenzlau, Fürstenberg (Havel), Zehdenick und Templin umrahmt wird. Es findet seine Fortsetzung im angrenzenden Land Mecklenburg/Vorpommern mit dem Naturpark Feldberger Seenlandschaft (350 km2). Diese abwechslungsreiche Kulturlandschaft bietet Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten in einer außergewöhnlichen Vielfalt. Naturnahe Wälder mit Rotbuche, Traubeneiche, Winterlinde und Bergahorn wachsen im Norden, im Süden dominieren pilzreiche Kiefernforsten. An und in den 210 Seen verschiedensten Typs brüten die Grosse Rohrdommel, Krick-, Knäk- und Schellente. Eine Seltenheit ist das Vorkommen der Europäischen Sumpfschildkröte und des Edelkrebses. Ebenso bemerkenswert ist der Reichtum an Mooren, in denen seltene Pflanzenarten, wie Wollgras, Glanzkraut, Sumpfporst und der fleischfressende Sonnentau wachsen und Tierarten wie Moorfrosch und eine der grössten heimischen Spinnen, die Listspinne, leben. Von den vielzählig im Naturpark nachgewiesenen Orchideenarten hat das seltene Gelbe Knabenkraut hier seinen einzigen Fundort in Brandenburg. Fast überall im Naturpark ist der bundesweit vom Aussterben bedrohte Fischotter anzutreffen. Durch den Strukturreichtum der Landschaft finden eine Reihe gefährdeter Arten wie Biber, See-, Schreiadler, Schwarzstorch und Laubfrosch ihr Zuhause. Im Gebiet ist die größte europäische Brutdichte von Fischadlern und Kranichen zu verzeichnen.

Kontakt:
Nationalparkverwaltung
Zehdenicker Str.1
17279 Lychen
Tel.: +49 (0) 39888-64530
Email:
www.grossschutzgebiete.brandenburg.de

 


 

Naturpark Barnim
Der fast 750 km2 große Naturpark Barnim wurde 1998 gegründet. Er ist einziges länderübergreifendes Großschutzgebiet von Brandenburg und Berlin. 5,4 % der Fläche befinden sich in den nördlichen Berliner Stadtbezirken Pankow und Reinickendorf. Der Brandenburger Teil des Naturparks liegt zwischen Oranienburg, Liebenwalde, Eberswalde, Bad Freienwalde und Bernau. Über die Hälfte der Fläche ist bewaldet. Kiefernforste dominieren; auf einigen Standorten gibt es naturnahen Waldbestand; Erlenbrüche im Finow- und Briesetal, Eichenmischwald im Kreuzbruch; Buchenwald am Liepnitzsee und in der Barnimer Heide. Auch die vielen Fließe, Seen und Sölle prägen das Landschaftsbild. Sie sind Lebensraum seltener Arten, wie Schellente, Rotbauchunke, Fischotter und Elbe Biber. Auch wegen seiner kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten und eiszeitlichen „Hinterlassenschaften“, die besonders im Biesenthaler Becken präsent sind, ist der Naturpark Barnim ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Von Berlin aus ist es mit der S-Bahn, der „Heidekrautbahn“ (RB 27) und der RB 60 in den Naturpark nur ein Katzensprung. Am Wochenende verbindet darüber hinaus die Naturparkbuslinie 903 die schönsten Ausflugsziele.

Kontakt:
Naturpark Barnim
Wandlitzer Chaussee 55
16321 Bernau b. Berlin
Tel.: +49 (0) 33 38–75176-0
Email:
www.grossschutzgebiete.brandenburg.de

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